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Presseschau 2004 |
Bester seines JahrgangsRené Weißflog aus Pöhla beendet mit Bravour die Ausbildung zum TischlergesellenVON BERND HEINZ (Auszug aus :"Freie Presse" vom 06.09.2004) Pöhla. Der beste Lehrling des Abschlussjahrgangs 2004 der Tischlerinnung des Landlkreises Annaberg kommt aus Pöhla: Rene Weißflog, der in den vergangenen Jahren das Handwerk eines Tischlers in der Crottendorfer Tischlerhandwerk GmbH gelernt hatte. Hatte der Crottendorfer Betrieb in den Jahren 2001 und 2003 bereits die Auszeichnung als "Bester Ausbildungsbetrieb" erhalten, so bekam nun René für sein Gesellenstück 99 von 100 möglichen Punkten. Insgesamt hatten die Mitglieder der Prüfungskommission in diesem Jahr 28 Arbeiten zu bewerten.
Weißflogs Gesellenstück ist ein
Schminktisch im modischen Design. Schminktische waren als Standard in fast allen Schlafzimmern zu
finden, die ab den 50er bis in die
80er Jahre des vorigen Jahrhunderts
gefertigt wurden. Die Arbeit des
Pöhlaers überzeugte die Mitglieder
der Prüfungskommission der Tischlerinnung des Nachbarkreises Annaberg so sehr, dass sie das Gesellenstück Ende Oktober im Rahmen
der Messe Denkmal in Leipzig zeigen wollen, berichtete der frisch gebackene Geselle bei einem Besuch
in der Firma seines Vaters. Dort ist
der Schminktisch derzeit untergestellt, bis der Transport nach Leipzig erfolgt. In der Messestadt sollen
während einer Sonderschau des
Landesinnungsverbandes die besten
Gesellenstücke aus den verschiedenen sächsischen Kreisinnungen
ausgestellt werden.
Als Besonderheiten am Gesellenstück gelten unter anderem die verschiedenen Auszugssysteme zur Aufbewahrung von Schmuckutensilien. So ist in jedem der beiden Seitenteile auch eine Art kleines "Geheimfach" eingearbeitet worden, erklärt René. Die abgeschrägten Fronten hatten bei der Herstellung des Einzelstückes jede Menge der zur Verfügung stehenden Zeit in Anspruch genommen. Diese Fertigungsart bei den Fronten sei eigentlich erst bei Meisterstücken üblich, wurde berichtet.
Der Umgang mit und .die Gestaltung von Holz liegen schon ein wenig in der Familie. So war Renes
Großvater Friedhold Viertel im Eisenwerk. Nun will der Geselle erst einmal für einige Zeit Hobel und Zollstock aus der Hand legen. Er wird Anfang nächsten Monats seinen Dienst beim Bund antreten. Wenn dieser Abschnitt in seinem Leben gemeistert ist, will sich der junge Mann die notwendigen Gedanken machen, wie seine berufliche Zukunft aussehen wird. Vielleicht wagt er nach dreijähriger Berufserfahrung eines Tages den Schritt und trägt sich zu einem Meisterlehrgang ein. |
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